• Anmelden
  • Salzhistorie

     

    SALZ, EIN KOSTBARES GUT...

     

    In Europa finden sich belegte Berichte von keltischen Bergleuten, die bereits in der Bronzezeit, etwa 1.500 Jahre v. Chr., Salz aus unterirdischen Stollen abbauten, damit regen Handel trieben und so zu großem Wohlstand gelangten. Denn Salz, so erkannte man früh, wollte und brauchte ein jeder Mensch. Zum Würzen seiner Speisen, als Heilmittel oder schlicht, um in Zeiten nicht vorhandener Kühlmöglichkeiten Lebensmittel zu konservieren.

     

    Besonders interessant und sicher eine Reise wert ist in diesem Zusammenhang der Ort Hallstatt im Salzkammergut, in dem es das  älteste bisher entdeckte Salzbergwerk der Welt zu bestaunen gibt. Die Bergleute trieben dort zum Abbau des kostbaren Salzes bis zu 100 Meter lange vertikale Schächte in den Berg, in dessen Inneren sie die Salzstücke mühsam vom Fels schlugen und mithilfe von Seilen und Tüchern ans Tageslicht beförderten.

     

    In Schwäbisch Hall hingegen pflegte man eine andere Technik der Salzgewinnung.  Keltische Salzsieder gewannen dort bereits in der jüngeren vorrömischen Eisenzeit (ca. 500-100 v. Chr.) Salz, indem sie Wasser aus Solebrunnen schöpften und dieses auf Öfen verdunsten ließen, bis das Salz auskristallisierte.  Später wurde die Solequelle verschüttet und erst im Hochmittelalter wurden Salzabbau und –handel wieder aufgenommen. Die Tradition der Salzsiederei wird dort bis heute in Vereinen gepflegt und aufrechterhalten.

     

    In der römischen und griechischen Antike wurde Salz entsprechend den  geografischen und klimatischen Gegebenheiten vorwiegend aus Meerwasser gewonnen. Aber auch Sole- und Steinsalz wurden gewonnen und gehandelt. Wie wertvoll Salz war, davon zeugt heute unter Anderem das noch immer gebräuchliche Wort Salär. Es geht darauf zurück, dass römischen Legionären ein Teil ihres Lohnes in Salz ausbezahlt wurde, das sogenannte "salarium".

     

    Im Mittelalter wurde die Gewinnung von Salz aus Sole weiterentwickelt. Nun verließ man sich nicht mehr ausschließlich auf bis in das Grundwasser reichende Salzdome, welche natürliche Solequellen entstehen ließen, wie in früheren Zeiten der Solesalz- Gewinnung. Man ging nunmehr dazu über, Wasser in die Hohlräume des salzhaltigen Gesteins einzuleiten und aus der durch Auflösung des Salzes entstandenen Sole das begehrte  „Weiße Gold“  zu gewinnen.

     

    Es fällt die Häufigkeit des Bestandteiles „Hall“ in Ortsnamen auf, deren Vergangenheit intensiv mit der Gewinnung bzw. dem Handel mit Salz verknüpft ist;  so zum Beispiel Halle, Bad Reichenhall, Schwäbisch Hall, Niedernhall oder Hallstatt. Mittlerweile geht man weniger von einem keltischen Ursprung des Wortes für Salz aus, sondern vom germanischen hallan, was eine (Salz-)Kruste bezeichnet. Wie auch immer, ein Zusammenhang des Ortsnamens mit der Gewinnung von Salz ist unstreitig. Auch das Wort Halit (Steinsalz) leitet sich von der altgriechischen Bezeichnung für Salz bzw. Salziges ab.

     

    Das auf unterschiedlichste Art und Weise gewonnene Salz wurde auf Handelswegen, welche insbesondere größere Städte in ganz Europa verbanden, den sogenannten Salzstraßen über weite Entfernungen transportiert. Dieser Transport war aufwendig und kostspielig, und so war er auch besonders wertvollen Gütern wie Bernstein, Gewürzen, Seide – oder eben Salz vorbehalten.  Zölle und Steuern versprachen und brachten Reichtum, und so mancher Adlige und Kleriker führte erbitterte „Salzkriege“, wenn er sein ihm Wohlstand sicherndes Salzmonopol in Gefahr sah.

     

    Von den Maya weiß man, dass sie an der Küste des heutigen Staates Belize in Zentralamerika von 900 v. Chr. bis 600 v. Chr. mehr als 40 Salzgewinnungsanlagen betrieben. Hier gewann man das Salz aus dem Meer und beförderte es mittels Kanus ins Landesinnere, um damit Handel zu treiben und im Gegenzug unterschiedliche Waren wie z.B. Tongefäße zu erwerben.

     

    Die Ureinwohner Nordamerikas gewannen  in felsigen Regionen ihr Salz, indem sie Wasser aus salzhaltigen Quellen in großen in die Felsoberfläche geschlagenen Becken verdunsten ließen. Die Erschaffung dieser Becken war dabei ausgesprochen mühsam und dürfte mehrere Jahre gedauert haben.

     

    Aus Nepal kennt man, wie auch aus Afrika, die Salzkarawanen. Das wertvolle Gut wurde hier auf Pferden, Ziegen oder Yaks von den Salzseen Tibets über die rauen Berge bis nach Nepal und Nordindien transportiert, um den Salzbedarf der dortigen Bevölkerung zu decken und es gegen kostbare Gewürze einzutauschen.

    Von besonderer Bedeutung sind die Salzkarawanen auch in Afrika, insbesondere in der Sahara. Zwei alte Karawanenwege existieren dort noch heute und werden genutzt, um verschiedenste Waren wie Salz, Getreide oder Tee zwischen Gebieten der Sahara sowie der Sahelzone zu handeln und zu tauschen. Die in Steinbrüchen oder aus Solequellen gewonnenen Salze werden von den ausschließlich männlichen Teilnehmern auf Dromedare verladen und durch die Wüste zu den Märkten transportiert. Eine hunderte Kilometer lange Herausforderung, nicht zuletzt für die heranwachsenden Jungen, die solche Karawanen häufig begleiten, um zu lernen und sich in der Welt der erwachsenen Männer zu bewähren.

     

    In früherer Zeit wurde Salz, wie bereits erwähnt, auch als Zahlungsmittel verwendet. In Äthiopien und Eritrea zum Beispiel wurden Salzbarren, die Amole , als sogenanntes Primitivgeld genutzt. Man zahlte seine Waren mit den mehrere hundert Gramm schweren Barren aus reinem Salz. Heute hat Münzgeld dieses Zahlungsmittel ersetzt, aber als Tauschobjekt  und Handelsware sind Amole nach wie vor auf regionalen Märkten in Benutzung.

     

    Dieses Template mit dem Namen "Fleur de l'est" wurde erdacht, geschrieben und designed von "Zoiline" und ist Eigentum der Firma "Salzfaesschen". Eine Nutzung dieses Templates oder Teilen dieses Templates sowie allen in diesem Shop dargestellten Grafiken und Fotos ist untersagt. "Zoiline" ist der kreative Teil der Firma Salzfaesschen.